Geschichte und Struktur Die satzungsmäßigen Ziele des KSD sind:
Titelbild der ersten Ausgabe des KSD-Magazins "Bauen und Siedeln" 01/1959 Wohnraum für Bedürftige und kirchliches Immobilienmanagement Der KSD setzt sich als Interessensverband seiner Mitglieder
für die Schaffung von Wohneigentum für Familien und Wohnraum für wirtschaftlich
Schwächere in besonderen Problemlagen ein. Die Arbeit des Spitzenverbandes besteht darin, den
Erfahrungsaustausch unter den Mitgliedsunternehmen zu fördern. Er informiert
die Öffentlichkeit über das Leistungsspektrum seiner Mitglieder und wirkt
mittels Veranstaltungsformate und effektiver Zusammenarbeit mit Vertretern der
Politik in Berlin sowie mit Repräsentanten der katholischen Kirche auf die Umsetzung der Verbandsziele hin. So beteiligt sich der KSD an den die
Branche betreffenden politischen Entscheidungsprozessen und erarbeitet
Stellungnahmen zu Gesetzesvorhaben. Eine wichtige Rolle spielt für den KSD zunehmend
das kirchliche Immobilienmanagement. Hierfür bündelt er Erfahrung und Wissen.
Dies macht ihn zu einem wichtigen Ansprechpartner in Zeiten, in welchen sich
die Kirchen in Deutschland in einem Wandlungsprozess befinden. Als ständiger Gesprächspartner setzt sich der KSD zudem für ein sozial ausgewogenes, familiengerechtes Wohnen ein. Zur Unterstützung dieser Aufgaben kooperiert der Verband mit den kirchlichen Spitzenorganisationen - mit der Deutschen Bischofskonferenz und dem Deutschen Caritasverband sowie Verbänden der Wohnungswirtschaft - insbesondere mit dem GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen. Praktische Arbeit und Katholische Soziallehre Die kirchlichen Wohnungsunternehmen des KSD bilden im operativen Geschäft die gesamte Wertschöpfungskette im kirchlichen Immobilienbereich von der Beratung über die Projektentwicklung bis hin zum Facility Management ab. Ihr wohnungswirtschaftliches Leistungsspektrum umfasst die Planung, Finanzierung und Erstellung von familiengerechten Eigenheimen, Eigentums- und Mietwohnungen, die Verwaltung und Betreuung von Miet- und Eigentumswohnungen, die Betreuung des Baus, der Sanierung, Modernisierung und Funktionsänderung von Wohnfolgeeinrichtungen und Sozialbauten. Ebenso gehören städtebauliche Entwicklungsmaßnahmen zum Leistungsprofil der KSD-Unternehmen. Das Ziel der KSD-Mitglieder ist die Realisierung
christlicher Werte im Bereich des Wohnens. Dies spiegelt sich z.B.
darin wider, dass die Versorgung mit Wohnraum nicht nach bestimmten
„Sozialkriterien“ erfolgt. Neben wohnbegleitenden Dienstleistungen erbringen
die kirchlichen Siedlungswerke Dienstleistungen im Bereich der
kirchlich-sozialen und kommunalen Immobilien. Auch Projekte des
Mehrgenerationenwohnens und der Gemeinschaftsbildung im Quartier repräsentieren den Vorrang des Gemeinwohls vor der Individualwohlfahrt und erfreuen sich
zunehmender Beliebtheit. Die katholische Soziallehre mit ihren Prinzipien
der Gemeinwohlorientierung, der Solidarität und der subsidiären
Selbstverantwortung findet bei vielen Bauprojekten der KSD-Unternehmen eine
praktische Berücksichtigung. Hinzugetreten ist der kirchliche
Schöpfungsauftrag, zu dem die sparsame Erschließung und Nutzung von Bauland,
aber auch innovative Projekte der ressourcenschonenden Energieverwendung zur
„Bewahrung der Schöpfung“ gehören. Diese Kernelemente prägen den ökologischen
Auftrag der Unternehmen des KSD, die sich an den neuesten energetischen Standards
orientieren. Neue Herausforderungen Zu den besonderen Herausforderungen der Zukunft gehört die zunehmende Alterung der Bevölkerung sowie die Altersarmut. Die barrierefreie Gestaltung des Wohnungsbestandes und die Bewahrung des sozialen Zusammenhaltes in den Quartieren trotz erodierender Familienstrukturen sind für den KSD die zu lösenden Probleme. Die kirchlichen Siedlungswerke reagieren darauf schon seit langem mit innovativen, generationenübergreifenden und energieeffizienten Wohnformen für alle Generationen. Speziell der demographische Wandel schafft neue Bedingungen für das Zusammenleben von Jung und Alt. Diesen Herausforderungen der Quartiersentwicklung stellen sich die Siedlungswerke des KSD. Es gilt zunehmend, die örtlichen Potenziale zu aktivieren sowie das Bürgerbewusstsein für den Stadtteil zu entwickeln. Seit der Wiedererrichtung der Verbandes 1947 haben die KSD-Unternehmen ca. 400.000 Wohnungen gebaut, davon gut 70 Prozent als selbst genutztes Wohneigentum. Ferner haben sie rund 1.800 Wohnfolgeeinrichtungen, Sozialbauten aller Art und Städtebaumaßnahmen realisiert. Zurzeit bewirtschaften die kirchlichen und kirchlich orientierten Wohnungsunternehmen über 117.000 eigene bzw. fremd verwaltete Wohneinheiten. |





