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Informationsangebote des KSD

Der Unternehmensreport
des KSD Katholischer Siedlungsdienst e.V.

- die aktuelle Ausgabe - 







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Themen

Die Arbeit der Mitglieder des KSD Katholischer Siedlungsdienst e.V. zielt auf die Versorgung mit angemessenem Wohnraum sowie die Bereitstellung von bau- und wohnbegleitenden Dienstleistungen, oftmals in Kooperation mit Institutionen der katholischen Kirche wie der Caritas. Familien, Alleinerziehende, Studierende und Senioren sind das Hauptklientel. Aus dem Leitbild kirchlich-sozialer Wohnbauarbeit ergeben sich operative Zielsetzungen, anhand derer Entscheidungskriterien für den An- und Verkauf von Immobilien, die Aufwertung des vorhandenen Bestands sowie die Realisierung neuer Bauprojekte und ergänzender Werkleistungen abgeleitet werden können. Bei ihren Baumaßnahmen nehmen die kirchlichen Wohnungsunternehmen oft Vorbildfunktionen in sozialer und ökologischer Hinsicht ein. Folgende Leitworte sind dabei prägend: 

Hinter dem KSD-Leitwort „Die Schöpfung bewahren“ verbirgt sich die ökologische Verantwortung und Energieeffizienz sowie die Tatsache, dass die kirchliche Wohnungswirtschaft zur ihrer Schöpfungsverantwortung steht. Die Wohnungswirtschaft ist von dieser Problematik direkt betroffen, aktiv und passiv. Die kirchlichen Siedlungswerke und Wohnungsunternehmen sind deshalb in vielfältiger Weise initiativ geworden. So wurde mit Projekten des kosten- und flächensparenden Bauens bereits in den 70er Jahren begonnen; heute sind sie Standard. Dazu gehören u.a. die sparsame Erschließung und Nutzung von Bauland und innovative Projekte der rationellen Energieverwendung, z.T. mit Pilotcharakter. 

Das Leitwort „Deus caritas est“ betrifft den Sozialauftrag des KSD, und meint z.B. Sozialimmobilien mit allen Betreuungsformen und Diensten. Der Grundauftrag besteht u.a. in der Bereitstellung von bau- und wohnbegleitenden Dienstleistungen. Einen zentralen Bereich nimmt zudem der Bau von Familienheimen und Eigentumswohnungen ein, also die Schaffung von familiengerechtem Wohneigentum. Beispielhaft hierfür stehen die Familienheime, die nach bestimmten „Sozialkriterien“ an die Familien vergeben werden und bei denen nach der Kinderzahl gestaffelte Erbbauzinsen zur Anwendung kommen. Daneben spielt die Fürsorge für Personen, die sich aus eigener Kraft am Wohnungsmarkt nicht behaupten können, eine besondere Rolle. Zu erwähnen sind Wohnungsbaumaßnahmen für Alleinerziehende und kinderreiche Familien, Modellprojekte für Obdachlose und Arbeitslose. Das Engagement kirchlicher Wohnungsunternehmen bei der wohnlichen Versorgung von Studenten in Form von Studentenwohnheimen ist ebenso zentral. Kirchliche Siedlungswerke und Wohnungsunternehmen erbringen im Wege der Baubetreuung zudem Dienstleistungen für Kirchen, ihre Gemeinschaften sowie für Kommunen und Dritte.

Das Leitwort „Die Kirche im Dorf lassen“ widmet sich der Frage des kirchlichen Immobilienmanagements. Angesichts abnehmender Katholiken- und Priesterzahlen müssen kirchliche Immobilien reduziert und Kriterien dafür entwickelt werden, welche Gebäude nach pastoralen und finanziellen Aspekten noch benötigt werden. Im Sinne einer Verteilungsgerechtigkeit gilt es zu entscheiden, welche Gebäude dauerhaft gebraucht und welche entbehrlich sind. Dies erfordert die Analyse des Status quo, der Betriebskosten des Gebäudes, des Werteverzehrs und des Instandhaltungsbedarfs. Voraussetzung aller weiterer Maßnahmen ist eine strategische Planung mit der Entscheidung, was mit welchen Immobilien/Gebäuden geschehen soll. Einige KSD-Unternehmen bieten entsprechende Dienste und Softwaremöglichkeiten an. Zunehmend wichtiger ist unser Auftrag, Lösungen für komplexe Fragestellungen zu entwickeln, vor denen die Kirche 
im Zusammenhang mit ihren Immobilien und Liegenschaften heute steht.

Mehrere operative Handlungsfelder ergeben sich aus den Leitworten des KSD: Sozialimmobilien, Technik und Energie sowie umfassende Aufgaben innerhalb der Wohnungswirtschaft.