Der KSD Katholischer Siedlungsdienst e.V. ist der Spitzenverband kirchlich gebundener und kirchlich orientierter Wohnungs- und Immobilien-
unternehmen in Deutschland.
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Der KSD Katholischer Siedlungsdienst e.V. wurde 1930 von der Deutschen Bischofskonferenz als Hauptarbeitsstelle mit Sitz in Berlin gegründet. Unter dem Namen “Katholischer Siedlungsdienst” wurden die vielfältigen kirchlichen Initiativen und Aktivitäten im Bereich der ländlichen Siedlung und des Wohnungswesens zusammengefasst. In der Tätigkeit zunehmend behindert, wurde der Verband im Jahre 1941 von den Nationalsozialisten aufgelöst. Im Jahr 1947 nahm er seine Tätigkeit in Frankfurt/Main wieder auf. Ab 1950 hatte der Verein seinen Sitz in Köln. Seit 2001 ist der KSD wieder in Berlin ansässig.
Die Ursprünge der kirchlichen Wohnungsunternehmen in ihrer heutigen Gestalt liegen in der großen Wohnungsnot in Deutschland nach 1945. Aufgrund des enormen Bedarfs an Wohnraum erklärten die Bischöfe der Nachkriegszeit den Wohnungsbau zu einem vorrangigen Ziel kirchlicher Daseinsfürsorge:
"Wohnungsbau ist Dombau, Wohnungssorge ist Seelsorge und darum auch Herzenssorge des Bischofs."
(Ausspruch von Julius Kardinal Döpfner, 1913-1976, als damaliger Bischof von Würzburg)
![]() | Die Unterstützung breiter Bevölkerungsschichten bei der Versorgung mit angemessenem Wohnraum und der Schaffung eines familiengerechten Heimes zur Verwirklichung christlicher Lebenswerte. |
![]() | Die Unterbringung von wirtschaftlich schwachen Bevölkerungskreisen und Personen mit besonderen Problemen am Wohnungsmarkt. |
![]() | Der Beitrag zum wirtschaftlichen und sozialen Ausgleich unserer Gesellschaft durch Förderung einer breitgestreuten Vermögensbildung in Form des Wohneigentums. |
![]() | Die Mitwirkung an der Gestaltung einer geordneten Umwelt und der Sicherung mitmenschlicher Beziehungen im Sinne einer freiheitlichen Gesellschaftsordnung. |
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Der KSD fördert als katholischer Spitzenverband für Wohnungswesen und Städtebau den Erfahrungsaustausch unter den Mitgliedsunternehmen. Im Mittelpunkt seiner Aktivitäten steht die Interessenvertretung in wohnungspolitischen, wohnungswirtschaftlichen und familienpolitischen Fragestellungen gegenüber Politik, (Fach-)Öffentlichkeit und Institutionen der katholischen Kirche.
Als ständiger Gesprächspartner setzt sich der KSD für ein sozial ausgewogenes, familiengerechtes Wohnen ein. Zur Unterstützung dieser Aufgaben kooperiert der Verband eng mit den kirchlichen Spitzenorganisationen - insbesondere mit der Deutschen Bischofskonferenz und dem Deutschen Caritasverband sowie Verbänden der Wohnungswirtschaft - insbesondere mit dem GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen.
Mit dem Evangelischen Siedlungswerk in Deutschland (ESW) besteht eine ständige Arbeitsgemeinschaft (AEK). Die AEK erörtert gemeinsame Anliegen und gibt ggf. gemeinsame Stellungnahmen zu Gesetzesvorhaben und bei parlamentarischen Anhörungen ab.
Mit kirchlich ausgerichteten Wohnungsunternehmen im europäischen Ausland pflegt der KSD einen intensiven Gedanken- und Erfahrungsaustausch. Der KSD ist Mitglied der dec domus europaea christiana EWIV – Europäische Wirtschaftliche Interessenvereinigung der christlichen Wohnungs- und Siedlungsunternehmen.
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Die KSD-Unternehmen verstehen ihre wohnungswirtschaftliche und städtebauliche Tätigkeit als praktische Ausformung der Katholischen Soziallehre. Sie betreiben damit aktive Wohnungsfürsorge und leisten einen Beitrag zur Vermögensbildung in Form des Wohneigentums. Ihr wohnungswirtschaftliches Leistungsspektrum umfaßt die Planung, Finanzierung und Erstellung von familiengerechten Eigenheimen, Eigentums- und Mietwohnungen, die Verwaltung und Betreuung von Miet- und Eigentumswohnungen, von sonstigen Immobilien sowie deren Instandhaltung und Modernisierung, die Betreuung des Baus, der Sanierung, Modernisierung und Funktionsänderung von Wohnfolgeeinrichtungen und Sozialbauten, besonders von kirchlichen Eigentümern, die Erarbeitung von Bebauungsplänen, die Entwicklung und Durchführung von Vorhaben- und Erschließungsplänen sowie von städtebaulichen Entwicklungsmaßnahmen, die Umsetzung von Service-Wohnformen, insbesondere im Bereich des betreuten Wohnens von Senioren, die Entwicklung von Wohnmodellen für Wohnungsnotfälle, u.a. in Kooperation mit den Caritasverbänden, die Anwendung kosten- und flächensparender Bauweisen und den Einsatz von innovativen Techniken im Wohnungs- und Städtebau.
Seit der Wiedererrichtung der Verbandes 1947 haben die KSD-Unternehmen ca. 400.000 Wohnungen gebaut, davon gut 70 Prozent als selbst genutztes Wohneigentum. Ferner haben sie rund 1.800 Wohnfolgeeinrichtungen, Sozialbauten aller Art und Städtebaumaßnahmen realisiert.
Zurzeit bewirtschaften die kirchlichen und kirchlich orientierten Wohnungsunternehmen über 117.000 eigene bzw. fremd verwaltete Wohneinheiten.





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